Der Eigentümer der freien Jugendherberge in Mühlhausen/Thüringen

Knut - der Chef

Knut Ewers ist der Eigentümer, Betreiber, Verwalter des AntoniQ

Moin! Ich bin Knut - seit 2003 Initiator, Inhaber, Betreiber, Verwalter und Mädchen für Alles im AntoniQ

Damit Ihr wisst, wer hier für Euch da ist, und glaubt, dass Ihr einen netten Herbergsvater antrefft, gibt es hier eine etwas längere Vorstellung:

Studium

Eigentlich hätte ich Physiker werden sollen. So habe ich ein halbes Physikstudium absolviert, um dann zu merken, dass mir andere Dinge mehr zu geben haben und dass ich woanders mehr zu geben habe als im Labor. "Schuld" an dieser Erkenntnis sind vor Allem einige Kinder und Jugendliche des Viertels, in dem ich damals wohnte. Dank an Mario, Reinhold, Hubert, die Koch-Mädchen und viele andere!

Wohnbus

Dann habe ich einen alten Bus gekauft, ihn zu einem Wohnbus für ca. 17 Personen umgebaut, und damit 6 Jahre lang im Deutschen Jugendherbergswerk Reisen durch ganz Europa angeboten, immer in die etwas abgelegeneren Regionen. Der Bus hatte hinten Betten, vorn Sitzgruppen, dazwischen Bad und Küche, und oben drauf eine Dachterrasse, auf der wir bei schönem Wetter und an schönen Standplätzen oft gegessen haben.

Der Wohnbus

Das war eine großartige Zeit, im Rückblick für mich die Zeit meines Erwachsenwerdens. 9 Monate lang 7 Tage die Woche 24 Stunden am Tag auf 30qm mit 17 vorher fremden Leuten, für die Du Dienstleister, Organisator, Busfahrer und mitunter "Animateur" bist, das war schon eine prägende Herausforderung... Ein ziemlicher Gegensatz zur Welt des Physikstudiums!

Nach 6 Jahren "auf Achse" wuchs die Sehnsucht nach mehr Sesshaftigkeit, der Wunsch, nicht nur flüchtig viele schöne Bilder an sich vorüber ziehen zu lassen, sondern auch mal in die "Tiefe" zu dringen und sich in einem der schönen Bilder einzurichten. Also nicht immer nur mit ein bisschen Neid hinschauen und denken, hier müsste man wohnen, sondern es auch wirklich zu tun.

Hof Bree aus der Luft

Da ich von den Gruppen junger Menschen hingegen nicht lassen wollte, kam bei diesen überlegungen der Hof Bree in Butjadingen heraus. Drei Jahre habe ich daran gebaut und mir derweil mit Softwareerstellung für Busbetriebe meinen Lebensunterhalt verdient, dann habe ich 7 Jahre lang dort Gruppen beherbergt und betreut.

Studium der Pädagogik

Nach mehreren Jahren täglicher Arbeit mit Gruppen und Jugendlichen wuchs mein Interesse, mir ein bisschen theoretischen "überbau" zu verschaffen. Ich schrieb mich an der Uni Oldenburg ein und studierte Pädagogik. Im Sommer 2003 schloss ich das Studium mit meiner Diplomarbeit ab. Das Studium war für mich eine großl;e Bereicherung - weniger für die tägliche Arbeit, dann hätte ich wohl besser an der FH studieren müssen, als im Sinne meiner persönlichen Entwicklung. Doch kommt dies ja letztlich auch den Gruppen zu Gute. Dank an meine Lieblingsprofessoren und Dozenten, besonders an Klaus Hühne und Wolfgang Nitsch. Aber auch Dank an meine treue Mitarbeiterin Marina, durch deren flexible Mitarbeit ich so ein Studium neben dem Beruf erst durchführen konnte! In der Diplomarbeit beschäftige ich mich mit der Frage, warum es in pädagogischen Beziehungen immer wieder mal zu Grenzüberschreitungen bis hin zu sexuellen Missbräuchen kommt. Dabei interessiere ich mich weniger für die psychischen Muster der Täter, als für solche Entwicklungen möglicherweise begünstigende Strukturen in der pädagogischen Arbeit und Beziehungsgestalt. Ein Thema, dass ein wenig an Tabus rührt und immer interessanter und verzweigter wird, je tiefer man eindringt!

Feuerwehr

2002 entdeckte ich im Internet die Burg Ziegenrück, eine wunderschöne ehemalige Jugendherberge im Thüringerwald, die zum Verkauf stand. Auch wenn sich nach der Untersuchung durch einen Gutachter herausstellte, dass ich da besser die Finger von lassen sollte, war die Idee geboren, nach 10 Jahren Butjadingen auch noch mal einen anderen Standort zu wählen, natürlich mit der Maßgabe, Bree zu "toppen". Und weil ich auch schon Käufer für den Hof Bree gefunden hatte, habe ich den Absprung gewagt.

Dann von November 2002 an habe ich in einem Feuerwehrwagen gewohnt, nach einem neuen Objekt gesucht, und an meiner Diplomarbeit gearbeitet.

Knuts Feuerwehrauto

Und nun also, im August 2003, der Einzug in Mühlhausen, der Neuanfang in einem unglaublich schönen Anwesen in einer unglaublich schönen Stadt, die eigentlich ein touristisches Highlight ersten Ranges sein müsste, aber irgendwie diesen Aufbruch bisher verschläft. Gerade deshalb ist sie so was besonderes: Obwohl sie vor Geschichte und Baugeschichte nur so strotzt, obwohl sie voller wunderschöner Plätze und Nischen, Gässchen und Flaniermeilen ist, obwohl sie mich ständig ein wenig an toscanische Prachtstädte erinnert, ist sie doch zugleich eine lebendige Stadt, Lebensmittelpunkt vieler Menschen, statt ihre Identität zugunsten touristischer Selbstvermarktung eingebüßt zu haben.

Knut im AntoniQ-Eingang

Nun hießl; es, 800 Jahren Geschichte ein neues Kapitel hinzuzuschreiben, was durchaus aufregend und erhebend ist... Es entstand - Ihr Seminarhaus, Gruppenhaus, Tagungshaus - Ihre freie Jugendherberge AntoniQ Mühlhausen.

Hier in Mühlhausen habe ich mich in den letzten Jahren auch politisch engagiert und bin einer von (leider nur) zwei grünen Stadträten. Im Jahr 2013 habe ich sogar als OB kandidiert und so die grüne Fahne hochgehalten.

Ein paar Bilder "von früher"

...als die Haare noch nicht grau waren:

...als die Haare noch nicht grau waren

Tiere im Hof Bree:

Tiere im Hof Bree

Ich war auch Wattführer:

Mitten im Meer

Floßl; auf dem Sieltief nahe dem Hof Bree:

Kinder auf dem Floss

Ein Zimmer im Hof Bree:

Ein Zimmer im Hof Bree

Unser Garten-Badeteich:

Unser Garten-Badeteich

Der Spielboden im Hof Bree:

Der Spielboden im Hof Bree

Sitzecke im Feuerwehrauto:

Sitzecke im Feuerwehrauto

Das Feuerwehrauto in Anneville-sur-mer:

Das Feuerwehrauto in Anneville-sur-mer

Die Küche im Feuerwehrauto:

Die Küche im Feuerwehrauto

Schreibtisch im Feuerwehrauto:

Schreibtisch im Feuerwehrauto

Arbeitsplatz am Feuerwehrauto:

Arbeitsplatz im Feuerwehrauto